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4. Internationale Whisky Ausstellung
Frankfurt
InterWhisky 2002 - Rushhour Zum vierten Mal trafen sich Tausende begeisterter Whisky-Liebhaber zur jährlich stattfindenden großen InterWhisky-Messe in Frankfurt. Bereits 1997 traf sich eine damals noch kleine Gemeinde zum ersten Mal in Frankfurt. Heute ist aus dieser Messe die vermutlich größte Whisky-Messe Europas geworden.
InterWhisky 2002 - Sonntag Morgen Die Messe ist vor allem eine Herstellermesse. Zu den Fachbesuchern gesellen sich von Jahr zu Jahr mehr und mehr private Liebhaber, die heute das größte Kontingent der Besucher stellen. Auf 70 Ständen stellte aus, was in der Branche Rang und Namen hat. Allen voran die großen Konzerne Diageo, Pernod Ricard und Allied Domecq. Aber auch die mittelgroßen Hersteller mit weniger Brennereien waren zahlreich vertreten. Vervollständigt wurde die Schar durch Aussteller im Whisky-Umfeld. Kiltmaker, Wasser- und Glaslieferanten, Buch- und Zeitungsverlage, die Barkeeper Union sowie ein Reiseveranstalter.
InterWhisky 2002 - Foyer mit Shop (im Hintergrund) Allen Gourmets sei gesagt: Besuchen Sie die Messe möglichst mehrere Tage und jeweils kurz nach der Öffnung. Freitag Morgen und Sonntag Morgen sind die besten Zeitpunkte zum Probieren hochwertiger Whiskys. Zu dieser Zeit sind die Geschmacksknospen noch unbelastet vom Tag und dem allgegenwärtigen Tabakqualm. Auch die Hitze der vielen Besucher hat sich noch nicht so verbreitet. Absolute Spezialisten waren auf der Messe zu sehen, die den Großteil der eingeschenkten Whiskys in kleine Proben-Fläschchen für daheim umfüllten. Bis auf das oberste hier gezeigte Bild stammen alle anderen aus der Aufbau-Phase oder wurden noch kurz vor der Öffnung für das Publikum gemacht. So haben Sie als Leser den vollen Überblick.
InterWhisky 2002 - Aufbau Die Stände wurden durch den Messeveranstalter einheitlich aufgestellt, dekoriert und mit den Logos der Marken versehen. Damit ersparte sich der einzelne Aussteller eine Menge an eigener Arbeit. Flaschen und Zubehör aufstellen - fertig! Gleichzeitig begrenzte dies übermäßige Ausgaben für die Messebauer und man musste mehr durch Qualität anstatt Aufmachung die Besucher überzeugen. Bevor wir uns den einzelnen Ständen zuwenden und uns in Einzelheiten verlieren, beantworten wir noch einige generelle Fragen. Wie lief alles für den Besucher ab? Wie hoch waren die Kosten? Was gab es noch zu sehen?
Für jede Probe musste an den Ständen mit Chips bezahlt werden. Einfache Whiskys (auch Malts mit 12 Jahren) kosteten 2 oder 3 Euro pro 2cl. Fast immer wurden jedoch 3cl und mehr ausgeschenkt. Man meinte es gut mit den Besuchern. Umsonst gab es aber sehr, sehr selten etwas. Man wollte die 'Saufkumpane' nicht frühzeitig ins Nirwana schicken. Für 20-jährige Malts wurden 7 bis 10 Euro fällig und Spitzen-Malts ab 30 Jahre schlugen mit 12 bis 25 Euros zu Buche. Weitere Kosten? Das InterConti ist ein internationales First Class Hotel in Frankfurts Zentrum. Preise, die dem Normalbürger in alter DM für überdurchschnittlich erscheinen, wurden im InterConti in Euro überschritten. Doch bleiben wir realistisch - es ginge noch teurer. In der Tiefgarage bezahlte man 22 Euro pro Tag. Im Zentrum Manhattans kostet ein Garagenplatz genau soviel pro Stunde! Während der gesamten Messe lief ein kostenloses Vortragsprogramm in den angeschlossenen Seminar-Räumen. Neben hochinteressanten Vorträgen in Englisch und Deutsch gab es meist auch tolle Malts unter kompetenter Anleitung in rauchfreier Atmosphäre zu verkosten. Für Presse, Funk und Fernsehen sowie einzelne VIP-Gäste fand über den Dächern Frankfurts ein besonderes Programm der Hersteller statt. Hier wurde Klartext geredet und gleichzeitig wurden große Geschäfte abgeschlossen. Alle Geschäftsführer der großen mitteleuropäischen Whiskyvertriebsfirmen waren anwesend. Auch die Gourmets kamen nicht zu kurz. Am Samstag Nachmittag traf sich das deutsche Chapter No. 1 der 'The Keepers Of The Quaich'. Die Mitglieder dieser Gruppe haben sich allesamt besonders um die Verbreitung des schottischen Whiskys verdient gemacht.
InterWhisky 2002 - The Haggis Ceremony Krönender Höhepunkt der InterWhisky 2002 ist aber das alljährliche Highland Dinner. 250 festlich gekleidete Gäste (man kann sich Kilts leihen) feiern den Whisky aus aller Welt. Toasts werden ausgebracht und die obligatorische Haggis-Zeremonie wurde dieses Jahr von einen brillanten William F. Bergius, dem Head of Brand Heritage von Allied Distillers durchgeführt. Der Abend oder besser Morgen klang mit kostenfreien Malts und einer Skyline-Disco im 21. Stock des InterConti aus. Viele Gespräche auf Englisch, Amerikanisch und Schottisch wurden geführt. Und hörte man in das eine oder andere Gespräch hinein, so redete man über gemeinsame Freunde, die Familie, die berufliche Zukunft und das Leben an sich. Es ging nicht mehr nur um Whisky. Es waren die Menschen, die diesen Abend so bezaubernd machten. |
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