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The Edrington Group

2500 Great Western Road
Glasgow, G15 6RW

Die Edrington Group gehört der privaten, wohltätigen Stiftung 'The Robertson Trust'. Das heißt nicht, dass man keine Gewinne erzielt. Man strebt nach großen Gewinnen aus dem operativen Geschäft, die man anschließend gezielt entsprechend dem Stiftungszweck (Honesty, Integrity and the ability to help people in trouble) wohltätig ausschüttet. Bei Edrington legt man Wert darauf, dass man ursprünglich schottisch ist, schottisch bleibt und auch schottisch handelt.

Seine Wurzeln hat Edrington im Whisky Tycoon William Robertson (Robertson & Baxter, Clyde Bonding Co., Clyde Cooperage Co.), dessen Enkelinen (Miss Agnes, Miss Ethel, Miss Elspeth) kinderlos blieben und die Konzerne mehrheitlich im Mai 1961 in die Stiftung Robertson Charitable Trust einbrachten.

Lange Jahre beschränkte sich Edrington auf seine Whisky-Marken Glengoyne und Cutty Sark bis unter der Leitung des Chairmans Ian Good Anfang des Jahres 1999 das große börsennotierte Unternehmen Highland Distillers mit den Brennereien The Macallan, Highland Park, Glenturret, Bunnahabhain, Glenglassaugh, Glenrothes und Tamdhu übernommen wurde. In einer konzertierten Aktion wurde ein Gesamtangebot für alle umlaufenden Aktien von Highland Distillers abgegeben. Das Angebot war mit dem 15fachen des Jahresgewinns deutlich höher als beim Verkauf von Dewar's durch Diageo an Bacardi (12fache).

Dies war ein riesengroßer Schritt für Edrington, den sie nicht alleine schafften. Sie erwarben die Aktien gemeinsam mit Wm. Grant & Sons Ltd (Glenfiddich, Balvenie, Grant's). Der Kaufpreis betrug GBP600m. Wm. Grant hält 30% der Aktien; die Edrington Group 70%.

Highland Distillers selbst entstand durch den Zusammenschluss der beiden Brennereien Bunnahabhain (gegründet 1881) und Glenrothes im Jahre 1887. Highland Park stieß 1935 hinzu.

Die große Erweiterung von Highland Distillers fand aber erst 1970 statt, als sie mit Matthew Gloag & Son den bestverkauften Blend Schottlands erwarben (Famous Grouse).

Mit Highland Distillers kamen stärkere Marken ins Unternehmen als man selbst besaß. So war es logisch, dass man sich, nach sorgfältiger Einschätzung der Lage, von den weniger gewinnträchtigen Unternehmen trennte, auch wenn sie bereits lange im Unternehmen waren.

In 2003 wurden die Islay-Brennerei Bunnahabhain und der Islay-Blend Black Bottle an den Konkurrenten Burn Stewart verkauft. Die 1965 erworbene Highland Brennerei Glengoyne und die Lang's Blends verkaufte man an den unabhängigen Abfüller Ian MacLeod.

Allgemeine Einschätzung

Mit dem Erwerb von Highland Distillers wurde die Edrington Group zu einem der bedeutendsten Whisky-Produzenten in Schottland. Man besitzt im Malt Whisky Umfeld so bedeutende Marken wie Macallan und Highland Park und neben dem Blend Cutty Sark hat man mit Famous Grouse Schottlands meistverkauften Blend im Programm. Mit 50% Anteil an der North British Grain-Distillery (50% Diageo) stellt Edrington die Grain Whiskys für seine Blends selbst her.

Durch den Verkauf von Bunnahabhain, Black Bottle, Glengoyne und Langs erlöste man ausreichend Bargeld, um die bereits im Jahr 2002 um 12,9% reduzierten Schulden (2002: GBP327m) weiter zu senken.

Die Umsatzsteigerung von bis zu 50% bei Highland Park und Macallan zeichnen ein sehr positives Bild für die kommenden Jahre.

Doch auch vertrieblich war man sehr aktiv. Der Zusammenschluss der Aktivitäten von Rémy Cointreau, Jim Beam Brands (Fortune Brands) und Edrington (Highland Distillers) zu Maxxium positioniert das Unternehmen sehr gut für den globalen Wettbewerb.

 

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letzte Änderung: 28. Oktober 2008