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Bacardi

® Bacardi

Bacardi & Company Limited
65 Pitts Bay Rd. 
Pembroke, Hamilton HM 08, Bermuda
Tel: +441-295-4345, Fax: +441-292-0562

Die Firma Bacardi stammt ursprünglich aus Santiago de Cuba (Insel Cuba), wo sie seit 1862 Rum herstellten. Durch die sozialistische Revolution im Jahre 1951 und den damit verbundenen Enteignungen mussten sie jedoch auswandern und befinden sich heute auf Bermuda (auch nicht schlecht oder?).

Zu den Marken im Bacardi Imperium gehören:

Bacardi Rum
Martini Vermouth
John Dewar & Sons
William Lawson

Die Whisky Marke John Dewar & Sons wechselte im Rahmen der Diageo Fusion von United Distillers (heute Diageo) zu Bacardi. Der Verkauf der größten Scotch Marke in den USA gehörte zu den Auflagen des Kartellamtes. Der Kaufpreis betrug 1998 GBP1,15Mrd. Im Rahmen des Diageo Mergers wurden die folgenden Malt Whisky Brennereien vom ehemaligen Besitzer United Distillers übernommen: Aberfeldy, Aultmore, Craigellachie und Royal Brackla. Seit der US$2Mrd. Übernahme von Martini & Rossi mit William Lawson im Jahre 1993 befindet sich auch die Macduff Brennerei (Glendeveron) im Besitz von Bacardi.

Mit Brown-Forman (Jack Daniel's, Woodford Reserve) besteht eine Kooperation zur Vermarktung von Jack Daniel's Old No 7 und Woodford Reserve sowie des fertigen Mixgetränks Jack Daniel's & Cola.

Allgemeine Einschätzung

Derzeit steht Bacardi stark unter Ertragsdruck, da die alten Marken (außer Bacardi Rum) im Markt unter Druck geraten sind. Die Absatz- und Umsatzrückgänge bewegen sich im einstelligen Prozentbereich weltweit. Mit 10 bis 15% Werbeausgaben versucht der Konzern dagegen zu halten. Gleichzeitig wird in andere Geschäftsfelder expandiert (siehe Dewar). Die deutsche Tochter konzentriert sich auf den Gastronomie- und Tankstellenbereich und konnte dort bei Gesamtrückgang im Konzern im Umsatz doch deutlich zulegen. In Deutschland konnten sich die Umsätze durch die Einführung der 0,5 Promillegrenze jedoch nicht so gut wie erwartet entwickeln.

Bacardi ist seit Anfang an eine private Aktiengesellschaft. Die vielen Generationen an Erben machen jedoch die Verwartung des Konzerns schwierig. Mehr als 170 Familienmitglieder treffen sich regelmäßig zu den jährlichen Aktionärsversammlungen. Schon mehrfach versuchte die Firmenleitung den IPO, d.h. das breite Anbieten von Aktien über die großen Börsen. Doch immer scheiterten sie am Veto der Erben.

Tochtergesellschaften

Schottland Martini & Rossi, William Lawson, John Dewar & Sons
Deutschland Bacardi GmbH Hamburg Umsatz 1999 605 Mio. DM
USA BACARDI-Martini, USA, Inc. Miami, FL.
 

Ausblick

In 2004 scheint der Weg frei für den IPO zu sein. Derzeit geht man davon aus, dass man stimmrechtslose B-Aktien der breiten Öffentlichkeit anbieten wird. Familienmitglieder, die ihre Aktien in die Öffentlichkeit verkaufen wollen, müssen der Umwandlung in stimmrechtslose Aktien zustimmen.

Auf diese Weise wird den Wünschen der drei beteiligten Gruppen entsprochen. Der Vorstand erhält weiteres Kapital, mit dem die Expansion voran getrieben werden kann; die eine Erbengruppe behält das Stimmrecht über den ganzen Konzern und die andere Erbengruppe kann ihre Anteile in Bargeld verwandeln.

Nach einem IPO wird ausreichend Kapital vorhanden sein, um die Märkte frisch anzugehen. Die Branche spricht davon, dass Bacardi eventuell die amerikanische Vertriebsallianz Gemini mit Brown-Forman dazu nutzen wird, die sich mit dem ebenfalls stark in Privatbesitz befindlichen Brown-Forman Co. zu verschmelzen. Brown-Forman wiederum hält 10% der Aktien von Glenmorangie. 2004 könnte zur Geburtsstunde eines neuen Spirituosengiganten mit US$6Mrd. Umsatz werden.

 

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letzte Änderung: 28. Oktober 2008