Die schottischen Pot Stills - Teil 2
Die Kernstücke jeder Brennerei

Glenfiddich - Brennhaus
Im ersten Teil
unserer Reihe über die schottischen Brennblasen haben wir uns ausgiebig mit der
geometrischen Form und deren technischen Herstellung beschäftigt.
In diesem aktuellen Artikel geht es um
den Betrieb der Brennblasen. Natürlich gibt es Unterschiede im Betrieb zwischen
den Brennblasen einzelner Brennereien. Die einen erhitzen schnell und brennen
anschließend langsam und andere wiederum erhitzen und brennen schnell. Nicht nur
die geometrische Form einer Brennblase bestimmt den Geschmack des Rohwhiskys –
es ist vor allem die Destillationsprozedur, die sich erheblich auf den Geschmack
bzw. die im Rohwhisky vorhandenen Aromen auswirkt.
Das folgende Schaubild zeigt den
prinzipiellen Aufbau einer schottischen Malt Whisky Brennerei mit zwei
Brennblasen. Brennereien mit dreifach Destillation und drei Brennblasen erweitern sich sinngemäß um eine
Stufe. Viele größere Brennereien haben vier, sechs oder noch mehr Brennblasen,
die jedoch nicht nacheinander sondern paarweise parallel zueinander betrieben
werden.
Die Verschaltung der
Brennblasen kann noch komplexer sein, wenn z.B. das erste Destillat aus mehreren
Wash Stills oder mehreren Produktionsläufen einer einzelnen Wash Still auf eine
einzige Spirit Still geleitet wird. Auch das Verhältnis 3:2 oder 4:3 von Wash zu
Spirit Stills ist üblich. Man kann auch auf zwei Brennblasen dreifach
destillieren, indem man das Endprodukt der zweiten Destillation in der Spirit
Still als ganzes der frisch gereinigten Spirit Still erneut zuführt.
Das Schaubild zeigt eine einfache Brennerei mit einer Wash und einer Spirit Still.

Funktions-Diagramm einer Pot Still
Brennerei
Das Prinzip der Destillation
Das Prinzip der Destillation war bereits
den Ägyptern bekannt. Durch unterschiedliche Verdampfungstemperaturen lassen
sich Stoffe durch Erhitzung von einander trennen. Die bei niedrigen Temperaturen
zuerst verdampfenden Stoffe lassen sich auffangen und so vom Rest trennen. Doch
die Ägypter kannten die Destillation nur zur Parfümherstellung. Erst im
Mittelalter wurde von keltischen Mönchen die Herstellung von Whisky - des
Lebenswassers - entdeckt.
Durch die alkoholische Gärung enthält
das Wash (Bier) rund 8 bis 10% Alkohol (Ethanol = Ethyl-Alkohol). Die Höhe des
Alkoholgehalts richtet sich nach der verwendeten Hefe und der Dauer der Gärung.
Erhitzt man das Wash, so verdunsten mit
steigender Temperatur die Substanzen aus dem Bier, die früher als das Wasser
sieden. Dabei erhitzt sich das Wash nicht über diese jeweilige
Verdunstungs-Temperatur des am niedrigsten siedenden Stoffes hinaus. Sämtliche
zugeführte Wärmeenergie wird von der den Aggregatzustand wechselnden Substanz
(Wechsel von flüssig in dampfförmig) aufgenommen und so kann man die Flüssigkeit
nicht weiter erhitzen. Erst wenn alle zu dieser jeweiligen Temperatur siedenden
Stoffe in die gasförmige Phase übergetreten sind, kann die in der Brennblase
verbliebene Flüssigkeit heißer werden.
Ethanol verdampft bei
normalem Luftdruck (1013 hPa) bei 78,5 Grad Celsius.
Die Wash Still

Royal Lochnagar - Wash
Still
Die Aufgabe der Wash Still ist schnell
beschrieben. Sie dient der ersten Destillation des Washs oder landläufig gesagt:
des Biers. Meist sind die Fassungsvermögen der Brennblase und des Gärbehälters (Wash
Back) aufeinander abgestimmt. 15.000 bis 30.000 Liter sind die Regel.
Mit dem Einleiten von Heißdampf in die
Heizzylinder der Wash Still beginnt sich das Wash zu erhitzen. Durch die
Wärmebewegung (Konvektion) im Inneren der Still wälzt sich das Wash um. An den
warmen Bereichen der Heizzylinder steigt das Wash auf, um an den kühleren
Stellen wieder nach unten abzusinken.
Nach rund einer halben Stunde ist es
dann soweit. Über den Heizzylindern beginnt die Flüssigkeit zuerst zu sieden und
leichte Substanzen (vor allem Aroma tragende Ester) steigen in den Luftraum über
dem Flüssigkeitsspiegel auf.
Der ständige Nachschub an gasförmigen
Stoffen führt zu einem leichten Überdruck in der Brennblase und die Gase steigen
in den Hals der Brennblase auf. Doch weit währt ihre Reise nicht. Zu kalt ist
noch die Wand der Brennblase und die verdampften Substanzen schlagen sich an der Wand
der Brennblasen in kleinen Tröpfchen nieder. Mit der Zeit sammeln sich mehr und
mehr Tröpfchen an der Wand und vereinigen sich zu größeren Tropfen, die der
Schwerkraft folgend wieder in den Kessel der Wash Still zurückfließen.
Mit steigender
Energiezufuhr beginnt das gesamte Wash bei einer Temperatur von ca. 78 Grad zu
kochen. Die ganze Brennblase heizt sich auf und die Oberfläche wird unruhig.
Durch die hohe Wärmezufuhr bilden sich mächtige Blasen und die Flüssigkeit
schäumt auf und spritzt bis in den oberen Hals der Wash Still.

Macallan - Schauglas einer Wash Still
Nur in den Wash Stills befinden sich im Hals deshalb
Glasfenster, hinter denen man das sprudelnde Wash beobachten kann. Denn kocht
man das Wash zu hoch, so kann Flüssigkeit über den Lynearm in den Kondensator
gelangen. Das wäre an sich nicht so schlimm, wenn nicht das Wash noch feste
Bestandteile der Gerstenkörner enthalten würde, die die dünnen Röhrchen der
Kondensatoren verstopfen.
Große Aufmerksamkeit ist deshalb vom Stillman gefordert. In
Brennereien, die sich nicht ausreichend Zeit für diese Überwachung des Siedens
nehmen wollen, wird deshalb Seife dem Wash zugesetzt, das die
Oberflächenspannung des Washs auflöst und das Überkochen wirksam unterbindet. Da
die Seife bei 50 - 60 Grad flüssig wird und erst bei weit über 100 Grad siedet,
besteht keine Gefahr, dass Seifenmoleküle in das Destillat übertreten.
Die erste Destillation in der Wash Still benötigt in der
Regel etwa 4 bis 7 Stunden. Die Temperatur der Wash Still beträgt dabei rund 78
Grad. Das ist die Temperatur bei der Ethanol verdampft. Die gesamte Wärmezufuhr
zur Pot Still über Heißdampf wird für das Verdampfen des Alkohols aufgebraucht.
Nach meist 4
Stunden ist die Destillation dann beendet. Bis auf etwa 1 Vol. % ist sämtlicher Alkohol
verdampft und in dem Low Wines Receiver - einem Sammelbehälter - aufgefangen
worden.

Mannochmore - Low Wines & Spirit Receiver
In diesem Low Wines Receiver befindet
sich nicht nur reiner Alkohol. Alle Stoffe mit niedrigerem Siedepunkt als
Alkohol sind in ihm enthalten. Auch etwas höher siedende Stoffe wurden durch die
stark sprudelnde Flüssigkeit aus dem Molekülverbund gerissen und mit den
leichten Alkoholmolekülen in die Low Wines hinüber gezogen. Zu diesen Molekülen
gehört in großer Menge auch Wasser. Nach der ersten Destillation haben die Low
Wines einen typischen Alkoholgehalt von 20 bis 25%.
Nach Ende der
Destillation verbleibt in der Wash Still das Pot Ale (auch Spent Wash genannt)
mit einem Restalkoholgehalt von etwa 1 Vol. %. Doch nicht nur Alkohol bleibt in
der Flüssigkeit zurück. Auch wertvolle Proteine und Mineralien aus dem
Getreidekorn finden sich im Pot Ale. Deshalb wird das Pot Ale nach dem Ablassen
eingedickt und als hochwertiges Tierfutter verkauft.

Glenfarclas - Eindampfungsanlage für Pot
Ale
Nur wenige Brennereien haben solche Eindampfungsanlagen,
da sie mit hohen Investitionen verbunden sind. Die Stadt Rothes in der Speyside
betreibt eine solche Anlage gemeinsam für alle Brennereien in der näheren
Umgebung. Um die Restwärmeenergie im Pot Ale, immerhin ist es noch rund 70 Grad
warm, während des Tankwagentransports nicht zu verlieren, erfolgt das Ablassen
des Pot Ales über einen Wärmetauscher, der die Wärmeenergie einem kommenden
Destillationsprozess wieder zuführt.

Dallas Dhu - Pot Ale Receiver (Spent Wash
Tank) & Wärmetauscher / Heat Exchanger
Die großen Brennblasen haben eine nur wenige Millimeter
starke Wanddicke. Sie sind deshalb sehr empfindlich gegen Über- und Unterdruck.
Der größte anzunehmende Unfall einer Brennblase ist das Kolabieren durch
Unterdruck. Wenn die Destillation stoppt und die Brennblase sich abkühlt
entsteht im Inneren ein Unterdruck durch die sich zusammen ziehende Luft. Wird
dieser Unterdruck zu stark, so beult sich die Brennblase mit einem lauten Knall
ein. Da dies in der Vergangenheit bereits mehr als einmal passiert ist, ist an
jeder Brennblase heute ein automatisches Über- und Unterdruck-Sicherheitsventil
angebracht, das für den Druckausgleich mit der Umgebung sorgt. Für das Befüllen
und Entleeren der Brennblasen gibt es ein weiteres Be- und Entlüftungsventil,
das heutzutage meist automatisch mit den Pumpen betätigt wird.

Fettercairn - Automatisches Über- und
Unterdruck-Sicherheitsventil (oben)
sowie manuelles Be- und Entlüftungsventil (unten)
Die Destillationsbilanz der Wash Still
Destillation ist in der folgenden
Tabelle zusammen gestellt.
|
|
Wash |
Low Wines |
Spent Wash |
|
Liter Total |
30.000 |
11.252 |
18.748 |
|
Vol. % Alkohol |
10% |
25% |
1% |
|
Liter Alkohol |
3.000 |
2.813 |
187 |
Destillationsbilanz einer Wash Still
Destillation
Die Zahlen in der Destillationsbilanz zeigen,
dass die Verringerung der Wassermenge vom Wash zu den Low Wines die zweite
Destillationsmenge für die Spirit Still deutlich reduziert.
Zusammenfassend dient die erste Destillation
ausschließlich der Reduzierung der Flüssigkeitsmenge auf 1/3 und dem
Zurückhalten von festen Bestandteilen der Getreidekörner, die sich noch im Wash
befanden.
Meist nur vier Stunden dauert diese erste,
heftige Destillation. Der Einfluss auf den Geschmack des endgültigen Whiskys ist
deshalb gering. Die extreme Erhitzung des Washs und die stark kochende
Flüssigkeit sorgen dafür, dass neben dem Alkohol und einer größeren Menge Wasser
auch viele, schwere Fuselöle in die Low Wines übergehen.
Die Spirit Still
Die zweite Destillation in den kleineren
Spirit Stills erfolgt viel vorsichtiger und langsamer. Typischerweise benötigt
man für die zweite Destillation etwa 8 Stunden. Da dies doppelt so lange wie die
erste Destillation ist, fängt man im Low Wines Receiver oft das Ergebnis von
zwei Wash Destillationen gemeinsam auf und führt sie als Ganzes der Spirit Still
zu.

Royal Lochnagar - Spirit Still
Wie im ersten Teil dieses Artikels beschrieben, hat die
Spirit Still den größeren Einfluss auf den Geschmack des Rohwhiskys. Damit sich
Alkohol und Aromastoffe besser vom Wasser trennen erfolgt die zweite
Destillation viel vorsichtiger. Aus diesem Grund benötigen die Spirit Stills
auch keine Fenster zum Beobachten der kochenden Low Wines.
Der Destillationsvorgang als solches läuft genauso wie bei
der Wash Still ab. Die Low Wines werden erhitzt und vor erreichen der
Verdampfungstemperatur von Ethanol (78 Grad) steigen zuerst die früher
verdampfenden und leicht flüchtigen Foreshots auf. Diese Foreshots sind
überwiegend leichte Verbindungen wie Ethylacetat und flüchtige Ester, die ein
scharfes Aroma aufweisen.
Der Spirit Safe
Die aggressiven Foreshots
sind im Rohwhisky unerwünscht und werden deshalb über eine Umschaltung des
Destillationsflusses im Spirit Safe nicht in den Auffangbehälter geleitet. Das
Prinzipbild von oben ist zur genauen Verfolgung der Aufgabe des Spirit Safes
hier noch einmal gezeigt.

Funktions-Diagramm einer Pot Still
Brennerei
Dieser Spirit Safe hat eine lange
Geschichte und eine besondere Aufgabe. Mit der Destillation schreibt die
britische Zollbehörde eine Verplombung sämtlicher Brennblasen und Rohrleitungen
vor. Der Stillman hat deshalb keine Möglichkeit den Rohwhisky zu probieren. Wie
stellt er also fest, wann die Foreshots durchgelaufen sind und das
gutschmeckende Herzstück der Destillation begonnen hat?

Glenfarclas - Spirit Safe
mit Spindeln und Thermometern
Die Erfahrung lehrt dem
Stillman als ersten Anhaltspunkt die Zeit der Aufheizung bis zum Erscheinen des
Middle Cuts (Herzstück). Zunächst erfolgt eine lange Zeit der Aufheizung, bis
das erste Destillat im Spirit Safe sichtbar wird. Immerhin müssen Tausende Liter
auf über 70 Grad erhitzt werden. Rund 20 Minuten laufen dann die Foreshots. Um den
Umschaltzeitpunkt zum Auffangen des Herzstücks sauber zu bestimmen, enthält der
Spirit Safe mehrere Glasbehälter, in denen das Destillat aufgefangen werden kann
und Instrumente zu schwimmen beginnen. Fängt man das Destillat auf und misst
seine Dichte mit dem Auftrieb einer Spindel, so kann man den Alkoholgehalt
bestimmen. Während die Foreshots laufen sinkt der Alkoholgehalt des Destillats
von rund 85 Vol. % auf 75 Vol. %.

Glenfarclas - Spirit Safe mit Umschaltern
für den Destillatfluss
Doch dies ist nicht das einzige Instrument, das beobachtet
werden muss. Die Dichte der Flüssigkeit hängt sehr stark von ihrer Temperatur ab. Deshalb wird ebenfalls die Temperatur der Flüssigkeit gemessen
und die Dichte damit korrigiert. Über die Dichte und die Temperatur lässt sich
dann der Alkoholgehalt des Destillats aus einer neben dem Spirit Safe hängenden
Tabelle ablesen.
Was geschieht mit den Foreshots? Sie werden nicht etwa
weggegossen sondern wieder zurück in den Low Wines Receiver geleitet. Doch die
Foreshots reichern sich nicht durch diesen ständigen Rückfluss an. Hier kommt
nun die wahre Magie der Destillation zum Tragen. Durch katalytische Reaktionen
mit dem Kupfer der Spirit Still werden die aggressiven Foreshots in angenehm
aromatische Substanzen umgewandelt. Dies ist ein sich ständig wiederholender
Prozess und so bleibt die Menge an Foreshots konstant in der Spirit Still.
Nachdem die Foreshots zurück im Low Wines Receiver sind
schaltet der Stillman den Destillatfluss im Spirit Safe um und leitet das
Herzstück in den Spirit Receiver zur späteren Fassabfüllung. Macht er das zu
früh, so schmeckt der Whisky zu aggressiv. Macht er es zu spät, so schadet das
nicht, denn die Flüssigkeit, die in den Low Wines Receiver geleitet wird, fällt
erneut bei der nächsten Spirit Destillation an. Kein Alkohol wird so
verschwendet.

Aberfeldy - Spirit Receiver und Fassabfüllung
Die Destillation des Herzstücks muss langsam und vorsichtig
vonstatten gehen. Heizt man die Brennblase zu hoch auf, so kann der Rückfluss
kondensierender, höhersiedender Stoffe an der Brennblasenwand bis zum Lynearm
nicht richtig funktionieren und auch höher siedende Substanzen wie z.B. Fuselöle
gelangen hinüber in den Auffangbehälter.
Während des Auffangens des Herzstücks (Middle Cut) über
rund drei Stunden Destillationszeit sinkt der Alkoholgehalt von 75 Vol. % auf 60
Vol. %. Trotzdem destilliert man nach dem Umschalten bei 60 Vol. % weiter. Die
jetzt erscheinenden Fuselöle (Faints) werden erneut in den Low Wines Receiver zu
kupferkatalytischen Umwandlung bei der nächsten Destillation geleitet. Die
Destillation der Faints läuft lange Zeit weiter und wird erst bei einem
Restalkoholgehalt von 1 Vol. % in der Brennblase beendet, um nicht wertvollen
Alkohol mit der in der Spirit Still verbleibenden Flüssigkeit (Spent Lees) zu
verlieren.
Selten hat man die Möglichkeit den Low Wines Receiver
einmal von innen zu betrachten. Er enthält ein milchig-graues
Alkohol-Wasser-Gemisch auf dem die dünne ölige Schicht der Fuselöle (Faints)
schwimmt.
Damit ist eine
vollständige Destillation abgeschlossen. Die Destillationsbilanz für die zweite
Destillation in der folgenden Tabelle zeigt die entstehende Menge an Rohwhisky.
Bei dem angenommenen Beispiel von 30.000 Litern Wash mit 10 Vol. % Alkohol
entspricht die mit der Destillation erhaltene Alkoholmenge von rund 2.780 Litern
einer Ausbeute von 92,6%.
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|
Low Wines |
Rohwhisky |
Spent Lees |
Faints & Foreshots |
|
Liter Total |
11.252 |
4.117 |
3.376 |
3.759 |
|
Vol. % Alkohol |
25% |
67,5% |
1% |
|
|
Liter Alkohol |
2.813 |
2.779 |
34 |
|
Destillationsbilanz einer Spirit Still
Destillation
Besondere
Aufmerksamkeit in der Bilanz ist auf die zur Redestillation zurückgeführten
Faints & Foreshots zu richten. Sie erhöhen sowohl die Flüssigkeitsmenge der
Low Wines als auch deren Alkoholgehalt. Da sie ein fortwährend durchlaufender
Posten von einer zur nächsten Destillation sind, wird ihnen in der Bilanz
keine Bedeutung zugemessen. Dieser anfänglich verwirrende Sachverhalt lässt
auch den Alkoholgehalt der Low Wines in der Literatur und bei der Nennung in
der Brennerei in einem Bereich von 20 bis 27% schwanken. Für unsere
beispielhafte Bilanz sind wir einfach von durchschnittlich 25 Vol. % im ersten
Destillat und 67,5 Vol. % im zweiten Durchgang ausgegangen. Auch dass die
Spent Lees im Volumen 30% der ersten Destillatmenge beträgt ist ein Beispiel
und muss, wie alle die in den Bilanzen angegebenen Werte, mehr als ein
Anhaltspunkt, denn als ein Kennwert angesehen werden.
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